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Zur Emmauswanderung nach Tettenweis über die Neuklkapelle haben Wanderführerin Christa Schapfl und WV Bernhard Jander am Ostermontag eingeladen. 32 Wanderer ließen sich von den Wetterkapriolen nicht beeindrucken und gingen den Wanderweg von Bad Griesbach aus zur privaten Holzkapelle. Hier wurde nicht nur von Christa die Geschichte der Kapelle erläutert, sondern der Eigentümer H. Kriegl selbst ließ es sich nicht nehmen, über die Geschichte, wie es zur Erbauung 1864 gekommen ist, zu erzählen.

Der Bauer Georg Leopoldsberger muß ein Mann mit Weitsicht gewesen sein. Als er auf seinem stattlichen Gut, dem alten Neuklhof anno 1864 eine Kapelle errichten ließ, blickte er gleichermaßen in die Vergangenheit und in die Zukunft. Der Kapellenbau ist der Familienhistorie geschuldet: Ulrich Rauch, ein Vorfahr Leopoldsberger war 1752 wegen eines Steuerstreits mit dem Grafen von Ortenburg vom Hof vertrieben worden. Daraufhin hatte er eine Fußwallfahrt nach Rom unternommen und mit Hilfe von Papst Clemens VIII das Gut im Jahr 1764 wieder zurückerhalten. Zur Erinnerung und aus Dankbarkeit ließ Georg Leopoldsberger 100 Jahre später eine Hofkapelle am leicht ansteigenden Westhang des Gutes errichten. Anmutig erhebt sie sich über dem Hofweg neben alten Pappeln.

Emmaus-Wanderung   zur Neuklkapelle

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Zum Inventar des Kirchleins gehört eine Tafel, die sich an die "ganze Nachkommenschaft richtet. Diese ist aufgefordert, die Kapelle in gutem Zustand zu erhalten". Leider setzte nun der Regen ein, so daß man nach der 8,5 km Wanderung froh war im Gasthaus zur Post bei Familie Habermann in Tettenweis die gute Küche genießen zu können. Das Fazit: schön war es und wir haben so ganz nebenbei auch noch etwas über die Frühlingskräuter von Bernhard, dem Naturspezialisten erfahren.  

Fotos: Schlögl