27.7.- hom

Das Schwellhäusl bei Zwiesel     

Die Anfänge der Holzdrift gehen in das 14. Jh. zurück. Es gab keine Straßen wie beim
Salztransport, deshalb erfolgte der Holztransport auf dem Wasser. Früher brachte man im
Winter mit Holzzugschlitten die Baumstämme zu den Triftbächen. Dann baute man Schwellen
zum Stau des Wassers. Zur Trift wurden die Schwellen geöffnet, der Wasserschwall riß die im
Flußbett abgelagerten Baumstämme mit dem nötigen Wasserdruck ins Tal. Die letzten
Holztriften erfolgten 1969. Heute werden die Blöcher meist mit dem LKW befördert.
 

Mit der Waldbahn fuhren 41 Mitglieder unter Führung von Bernhard Jander und Christa
Schapfl nach Bayerisch Eisenstein zur Wanderung auf dem Weg Nr. 10 zum 1859 gegründeten,
romantischen Schwellhäusl. In der hier befindlichen Schmalzbachschwelle wurde aus dem
großen Deffernik dem Schmalzbach Wasser zugeleitet.

Erfreut vernahmen die Wanderer
Bernhard Janders fachkundige Erläuterungen zum Naturpark Bayerischer Wald. Großes
Interesse fanden die Baumriesen über 50 m Höhe im Watzlik-Hain. Die verdiente Einkehr im
historischen Wirtshaus bei Dampfbier und "Bier vom Stoa" erleichterte die Weiterwanderung
zum Bahn-Haltepunkt Ludwigsthal. Peter Salzberger, 2. Vorsitzender, dankte den Organisationen für den gelungenen Wandertag.